Zugegeben: ich habe die ersten Jahre meiner Tätigkeit nicht wirklich verstanden, was ich da eigentlich mache. (Und ja, manchmal frage ich mich das heute noch.) Als Junior war ich auf SAP Projekten eingesetzt, erledigte Aufgaben, lieferte Ergebnisse – und hörte gleichzeitig von Tankwagen, die Werkszufahrten verstopften, von Zügen, die stillstanden, und von Produktionslinien, denen plötzlich die Grundlage fehlte. Und das sollte das Ergebnis eines GoLives gewesen sein? Was mich damals umtrieb, war keine Karrierefrage, sondern eine Haltungsfrage: Warum werden Dinge „abgehakt“, obwohl sie operativ offensichtlich nicht sauber sind? Warum gelten Projekte als erfolgreich, obwohl die Realität etwas anderes zeigt? Und wie kann es überhaupt so weit kommen? Diese Irritation hat mich nicht losgelassen – und sie ist der Ursprung meiner heutigen Arbeit.